Solarauto-Bauanleitung

1. Der Styropor-Rohbau

Damit wir es einfacher haben, setzen wir das Fahrzeug aus 3 Styroporblöcken zusammen:
1. Block: 23 x 12 x 2.5 cm
2. Block: 23 x 12 x 2.5 cm
3. Block: 12 x 3 x 2 cm

Die 3 Styroporblöcke
Die 3 Styroporblöcke

Die Blöcke lassen wir erst mal rechteckig, aber den 2. sägen wir wie unten dargestellt mit einer kleinen Handsäge aus. (Achtung, das krümelt wie blöde, Staubsauger bereithalten !!) Nun noch ein Loch aussägen, in das wir später den Motor und die Räder reinpacken. Aus dem, was von dem Loch übrigbleibt, können wir dann den 3. Styroporblock machen.

Die Form des 2. Styroporblocks
Die Form des 2. Styroporblocks

Den 1. Styroporblock behandeln wir genauso, nur das wir das Loch nicht reinsägen. Diesen kleben wir dann mit einem (geeigneten!) Leim auf den 2. Block. Nachdem der Leim getrocknet ist, sägen wir grob die zukünftige Form der Blöcke aus. Also der 1. Block bekommt abgeschrägte Flächen, auf denen später die Solarzellen liegen und der 2. Block wird "aerodynamisch" zurechtgeformt, wie es halt in der Abbildung zu erahnen ist. Dann noch die Feinheiten mit feinem Schleifpapier machen (krümelt höllisch !!) und vor allem eine glatte Oberfläche für den letzten Styroporklotz schaffen. Diesen sägen wir dann passend aus (also die Fläche mit der wir kleben) und verleimen das Teil mit dem Rest. Dann sägen wir die Fahrerkanzel (also den 3. Styroporblock!) wieder halbwegs passend aus und schleifen das Ding dann schön glatt bis es etwa so aussieht wie im Bild.

So, jetzt nur noch ein Loch ans hintere Ende der Fahrerkanzel, damit die Kabel von den Solarzellen zum Motor kommen.

2. Die Solarzellen

Jetzt kommt der mit Abstand teuerste Teil des Solarautos. Die Solarzellen gibt's bei Conrad für 6.20 DM (nennen sich 1/4 von 100mm Kreis). Davon brauchen wir 6 oder 8 Stück (je nach Finanzlage, 6 reichen schon). An jede der Solarzellen löten wir für jeden Pol einen 1 bis 2 dm langen (isolierten) Draht. Zur Befestigung der Solarzellen gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder wir kleben sie direkt auf oder wir kleben erstmal einen Metallwinkel an die Solarzellen und diesen dann in den Styropor rein. In beiden Fällen brauchen wir wieder besonderen Leim. Ich hab Zweikomponentenkleber genommen - der klebt alles.

Anordnung der Solarzellen
Die Anordnung der Solarzellen

3. Der Antrieb

Als Antrieb benutzen wir den Vario-Getriebebausatz (bei Conrad 9.95 DM), bei dem ein Motor gleich dabei ist. Wir basteln uns eine 1:15 Übersetzung zurecht und besorgen und irgentwelche Räder, die das Solarauto antreiben sollen (ich hab Lego genommen). Damit wir das Getriebe irgentwann mal wieder rausbekommen, kleben wir es nicht fest. Wir nehmen ein flaches Stück Plaste und drehen vier kleine (aber relativ lange) Schrauben rein. Dieses Plaste kleben wir mit der Seite mit den Schraubenköpfen dahin wo der Motor soll. Nun kann der Getriebesatz angeschraubt werden (ich empfehle so was wie dicke Unterlegscheiben, damit wir an die Schrauben rankommen). Die Hinterräder befestigen wir mit einer improvisierten Konstruktion aus Lego Technik (oder sonste was). Dabei müssen wir aufpassen das wir uns das Loch, aus dem die Kabel kommen, nicht zubauen.

Solarauto-Modell von unten
Und so sieht's von unten aus

Die Kabel flicken wir so zusammen, das wir die benötigten 1.5 V zusammenkriegen. Dabei liefert eine Solarzelle im Leerlauf theoretisch 0.47 V. Nach der abgebildeten Schaltung kriegen wir etwa 1 A hin. Wer sich mit 6 Solarzellen begnügt, der schaltet halt nur 3 in Reihe und hat dann zwar weniger als 1.5 V, aber es geht ja trotzdem.

Schaltplan der Solarzellen
So schalten wir die Solarzellen

So, wer Bock hat kann das Teil natürlich noch bunt anmalen, aber wir müssen ja Gewicht sparen! Wenn jetzt noch ein sonniger Tag kommt und das Solarauto rückwärts fährt, müssen wir wohl noch die Kabel am Motor umpolen. Aber das Auto fährt wirklich erst brauchbar, wenn die Sonne richtig knallt und wir eine glatte Oberfläche haben.
Na dann, viel Spass beim basteln und beten dass es funktioniert ;-) !

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