Planet Erde - und wie weiter?

Unbedingt Lesen!

Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen
von Jared Diamond
Dieses ausführliche Werk beschäftigt sich mit den Ursachen des Zusammenbruchs und des Überlebens historischer Gesellschaften wie etwa auf der Osterinsel, der Wikinger auf Grönland, der Maya und der Polynesier. Bleibt nur die Frage, inwiefern Jared Diamonds Lehren aus der Geschichte heute Beachtung finden.
Wir Schwätzer im Treibhaus
von Marcel Hänggi
Dieses Buch räumt auf mit dem Gedanken, dass es bis heute (2008) eine wirksame Klimapolitik gibt. Alle Maßnahmen sind nur Augenwischerei. Gut gegliedert wird in die Problematik eingeführt und komplexe Zusammenhänge, wie zum Beispiel der Rebound-Effekt, verständlich erklärt.
Uns gehört die Welt!
von Klaus Werner-Lobo
Hier wird die Herrschaft der multinationalen Konzerne über die Erde angeprangert. In erschreckenden Beispielen wird gezeigt, wie die Multis Menschen, Umwelt und natürliche Ressourcen ausbeuten, nur um immer mehr Profit zu erzielen. Das Buch ist ein Aufruf zu handeln!

Malis Gedanken von 2001

Die Welt geht unter und alle schauen zu. Im Fernsehen. In der Zeitung.
Treibhauseffekt, Ozonloch, Klimawandel, Bevökerungsexplosion, Hunger, Kriege, Seuchen,...
Nagut, bei uns verhungert keiner, stirbt kaum einer an AIDS, tritt niemand auf Landminen, wird keiner im Krieg erschossen, ist die Ozonschicht noch stark genug.
Bei uns.
Bei uns? Wo ist das eigentlich? Ist das die Region, das Gebiet, das Land was uns interessiert, wofür wir uns einsetzen, wo wir leben? Sollte das nicht der ganze Planet Erde sein? Sollten sich nicht alle, also WIR, für alles was auf dem Planeten und UNS geschieht interessieren?
Sicher, aber Interesse hilft nicht. Hilfe hilft. Vielleicht. Es wäre doch nichts ungewöhnliches, wenn WIR UNS helfen. Alle zusammen für alle. Es gibt genug zu tun auf der Erde.

Ich finde es erschreckend, das es Staaten gibt, die das Potential haben etwas für die Rettung der Erde zu tun, aber nur zuschauen. Oder zu wenig tun. Wenn WIR in 200 Jahren noch auf der Erde leben wollen, müssen WIR jetzt alle zusammen an einem Strang ziehen. Aber jeder denkt halt leider zuerst an sich. Und nicht an alle. Ich kann es absolut nicht verstehen, dass es in den Industrieländer so viel absolut überflüssigen Luxus gibt.
Mein Haus, mein Auto, mein Boot.
Unsere Hütten, unser Wasser, unser Brot
So sollte es lieber heißen. Wieso gibt es Menschen die zufrieden sind wenn sie allen verdammten Luxus haben und wissen, dass ein Großteil der Menschen auf der Erde ein eher menschenunwürdiges Dasein fristet?
Hätte die gesammte Erdbevölkerung den Lebensstandard wie in Norwegen, USA, Kanada oder Deutschland, dann wäre die Erde in kürzester Zeit runtergewirtschaftet. Es wäre schon unmöglich alle so verschwenderisch zu ernähren. Rohstoffe wären bald alle. Das Ozonloch würde ungeheure Ausmaße annehmen. Der Klimawandel wäre unaufhaltsam. Wenn WIR also alle unter gleichen Lebensbedingungen alle auf diesem Planeten leben wollen - und die Bevölkerung steigt unaufhaltsam - müssen die hoch entwickelten Länder ein weit weniger verschwenderisches Leben führen als jetzt. Der Kapitalismus lässt jedoch ein sinken der Produktion nicht zu. Zwar gibt es durch Kyoto ein paar Regeln, aber ob an die sich alle beteiligten Staaten halten bezweifle ich stark. Was nützt mir aller Umweltschutz, wenn die Wirtschaft dadurch geschädigt wird?

Das Zweite große Problem ist die Bevölkerungsexplosion. Manche Entwicklungsländer haben ein jährliches Wachstum von über 3%. Die Bevölkerung von Kenia würde sich bei anhaltendem Wachstum innnerhalb von 21 Jahren verdoppeln. Durch die Überbevökerung der ärmsten Länder kommt es zu Hunger und Seuchen, der Grundwasserspiegel sinkt, die Wüste breitet sich aus. Und die überforderte Regierung kann nichts tun. Dadurch werden diese Länder schnell zu internationalen Krisenherden. Die meisten Bürgerkriege finden in Entwicklungsländern statt, die ihr bisschen Geld in Waffenimporte stecken. Die Bevölkerung hungert weiter.

"Mit der scheinbar unbegrenzten Ausbreitung ihrer materiellen Macht kommt die Menschheit in die Lage eines Kapitäns, dessen Schiff so stark aus Stahl und Eisen gebaut ist, dass die Magnetnadel seines Kompasses nur noch auf die Eisenmasse seines Schiffes zeigt, nicht mehr nach Norden. Mit einem solchen Schiff kann man kein Ziel mehr erreichen; es wird nur noch im Kreis fahren und daneben dem Wind und der Strömung ausgesetzt sein."

Werner Heisenberg, 1955

Der ökologische Engpass (2004) - Fakten zu Überbevölkerung, Nahrungsversorgung, Globale Erwärmung und Artensterben aus Edward O. Wilson: Die Zukunft des Lebens

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