Blick ins Deggenhauser Tal
Blick ins Deggenhauser Tal
Zelte direkt am Wasser
Unser Zeltplatz direkt am Bodensee
Sonnenuntergang am Bodensee
Abends am Bodensee

9. Tag: Von der Donau zum Bodensee

Rottenacker - Riedlingen - Hohentengen - Pfullendorf - Uhldingen-Mühlhofen - Seefelden (109 km, 530 Hm)

Heute hatten wir uns vorgenommen den Sprung von der Donau bis zum Bodensee zu schaffen. Dazwischen liegt leicht bergiges Gelände, so dass wir uns nach einiger Zeit mal wieder auf eine Bergetappe einstellten. Nach dem frühen Start kürzten wir erstmal etwas vom Donauradweg ab und fuhren unterhalb des Berges Bussen nach Riedlingen. Von da ab folgten wir wieder der immer kleiner werdenden Donau stromaufwärts. Aber nur ein kurzes Stück, denn bei Hundersingen nahmen wir Abschied und bogen ab nach Süden. Wir folgten so gut es ging auf kleinen Straßen und Radwegen dem Verlauf der Ostrach nach Ostrach. Dann über einen Bergrücken, vorbei an Pfullendorf nach Echbeck. Die Landschaft war wieder mal wesentlich abwechslungsreicher als die letzten Tage. Von Echbeck, dem "Pass" bei über 700 m, bietet sich ein schöner Blick ins Deggenhauser Tal, welches wir dann genüsslich bergab rollten. In dem Tal stapelten sich die Radfahrer aber auch förmlich, es scheint also recht beliebt zu sein. In Salem machten wir ein paar unnütze Kringel, nur um das Schloss zu sehen, und festzustellen, dass es in unserer Preisklasse dort keinen Kuchen gibt. Dafür genossen wir in Mimmelhausen ein Eis. Die Donauwelle, die wir seit Tagen essen wollten, gab es hier natürlich nicht mehr...
Danach folgten wir der Radweg-Ausschilderung nach Uhldingen-Mühlhofen. Wir fuhren lange durch Ortschaften, überquerten große Hauptstraßen und waren ungeduldig den Bodensee endlich zu sehen, an seinem Ufer zu stehen. Doch es dauerte noch eine ganze Weile, ehe wir den See erreichten. Der Zufall wollte, dass es genau am Campingplatz Seefelden war. Ein sehr schöner Campingplatz direkt am Ufer in einem winzigen Ort, der umgeben von Naturschutzgebieten, abgenabelt vom Hauptstrom der Touristen scheint, da man nur auf kleinen Straßen dort hin gelangt.
Wir schlugen die Zelte direkt am See auf, genossen ein kurzes Bad und freuten uns über den schönen Tag, über das Erreichen eines bedeutenden Etappenziels. Es kommt Urlaubsstimmung auf - kein Wunder, der Campingplatz ist randvoll mit Urlaubern. Also zogen wir nochmal zu Fuß los, die Umgebung erkunden. Mehr oder weniger zufällig fanden wir die Besenwirtschaft, eine urige Gastwirtschaft an einem Bauernhof. Gestärkt besuchten wir noch Unteruhldingen, bekannt für seine Pfahlbauten. Und dort steppte dann endlich der ersehnten Touri-Bär! Das ruhige Seefelden passte irgendwie nicht ins Vorurteil des touristisch voll erschlossenen Bodensees, aber hier an den Pfahlbauen stimmte alles. Hotels, Ferienwohnungen, Souvenirs, teures Eis, viele Leute. Vom Fähranleger bot sich dann auch ein wunderschöner Blick über den Bodensee bei Abendstimmung. Einer der schönsten Tour-Tage.


Bodensee
Bodensee am Morgen
Rheinfall
Der Rheinfall im Regen

10. Tag: Konstanz, Regen und Rheinfall

Seefelden - Fähre nach Konstanz - Stein am Rhein - Schaffhausen - Jestetten (72 km, 440 Hm)

Statt den Bodensee zu umrunden, wollten wir ihn mit der Fähre überqueren. Ab Meersburg nahmen wir die Schnellfähre rüber nach Konstanz. Und trotz des stark bedeckten Himmels konnten wir bei der Überfahrt ein paar Alpengipfel am Horizont ausmachen. In Konstanz sahen wir uns kurz um und dann ging es in die Schweiz rein, den Radweg am Ufer des Untersees. Unterwegs gab es Nieselregen, Gegenwind und Mittagspause. Und während dieser Pause kam ein ordentliches Gewitter runter, es dauerte fast 2 Stunden. Wir waren froh, dass der Pausenplatz halbwegs trocken war.
Nachdem das Gewitter Richtung See abgezogen war, fuhren wir nach Stein am Rhein, der Ort, an dem der Rhein aus dem Untersee herausfließt. Ein touristisch nettes Örtchen voller Touristen. Wir hielten uns jedoch dort nicht lange auf, da wir noch ein Stück zu fahren hatten. Auf der Fahrt nach Schaffhausen begann es wieder zu regnen, wir fuhren dennoch weiter. Der Rheinradweg verläuft hier nicht immer direkt am Rhein, manchmal auch leicht bergig, so dass wir in Kombination mit dem Regen nicht so schnell voran kamen.
Den Rheinfall bei Schaffhausen sahen wir uns natürlich auch noch an. Recht interessant: direkt neben dem Rheinfall stehen Hochhäuser, die natürlich auf keiner Postkarte zu sehen sind. Nehmen wir an. Überprüfen konnten wir das nicht, da die Souvenierläden schon seit 18 Uhr geschlossen hatten. Danach fuhren wir noch bis Jestetten, wo es ein Freibad mit Campingplatz gibt. Der Regen hatte dann auch aufgehört. Aber das Gras ist noch nass. Abgesehen von dem kurzen Gewitter am 2. Tag war das übrigens der einzige wirkliche Regentag.



Stein am Rhein
Stein am Rhein
Laufenburg
Laufenburg
Holzbrücke
Überdachte Holzbrücke über den Rhein in Bad Säckingen

11. Tag: Rheinwärts und Campen in der Schweiz

Jestetten - Kaiserstuhl - Waldshut - Laufenburg - Bad Säckingen - Möhlin (86 km, 460 Hm)

Ein relativ ereignisloser Tag. Immer am Rhein entlang, den ausgeschilderten Radweg folgend. Wir wechselten häufig zwischen Deutschland und der Schweiz, da die Grenze nicht immer direkt auf dem Fluss verläuft. Oft ist auch der Rheinradweg nicht so schön, weil es hier doch sehr viel Industrie und Gewerbe gibt. In Waldshut wurden wir von der Ausschilderung auf eine laute Bundesstraße geworfen. Und direkt danach gab es ein Schweizer Atomkraftwerk. Schön dagegen war es in Laufenburg, wo wir zu Kuchen und Eis einkehrten. Übernachten wollten wir in Mumpf bei Bad Säckingen, aber der Campingplatz erwies sich als "privat" und es wurde auf den Campingplatz in Möhlin verwiesen. Das bedeutete noch ein paar Höhenmeter am Abend, aber wir fanden den Campingplatz und er war auch recht nett. Ruhig und mückenfrei, was will man mehr.


[ addr: 54.156.69.204 | cnt: 359202 | usr: 892ms | sys: 31ms ]