3. Tag: Elbsandsteingebirge

Chata Luž - Česká Kamenice - Labská Stráň - Kirnitzschtal - Dresden (133 km)
Streckenprofil
Blick von Labská Stráň hinab nach Dolní Žleb
Blick von Labská Stráň hinab nach Dolní Žleb
Beim Wanderergrenzübergang im Kirnitzschtal
Beim Wanderer-Grenzübergang im Kirnitzschtal
Von der Chata Luž geht es erst mal viel runter. Ich staunte über die neu gemachte kleine Straße von Horní Světlá nach Nová Huť. Auf der Riesengebirgs-Radtour 2002 war hier noch nicht mal Asphalt. In Česká Kamenice (schönes Städtchen) kaufe ich fix etwas zu Essen ein fahre weiter nach Janská. Da heute viel Zeit für eine wenig anspruchsvolle Strecke ist, will ich noch eine kurzen Abstecher nach Labská Stráň machen. Dort gibt es einen Aussichtspunkt über dem Elbtal, der schon im 18. Jahrhundert angelegt wurde: Belvedér. Deshalb biege ich in Janská links ab und fahre über Bynovec zum Belvedér. Es ist schön ruhig hier, noch sind keine Touristen da. Es ist erst um 11:00 Uhr und ich überlege, wie ich meinen letzten Tag noch etwas verlängern kann. Wenn ich jetzt direkt im Elbtal nach Dresden fahre, bin ich doch schon in 3 Stunden zu Hause und der Urlaub ist vorbei. Also wird der Entschluß gefasst, noch durch Kirnitzschtal zu fahren, wodurch meine Strecke einen seltsamen Kringel auf der Landkarte macht. Ich fahre über Růžová ins schöne Janská im Tal der Kamenice zurück und dann über Jetřichovice nach Vysoká Lípa. Hier betrete ich mit dem Radweg 3029 den Nationalpark Böhmische Schweiz. Es geht wider Erwarten nur wenig bergan. Auf dem Radweg 3030 komme ich dann zum Grenzübergang an der Kirnitzsch. Dort ist eine der schönsten Wiesen im Elbsandsteingebirge - beste Gelegenheit für eine gemütliche Mittagspause mit lecker Milchzopf und Joghurt. Der Rest ist Raserei nach Dresden: das Kirnitzschtal hinab nach Bad Schandau, die B172 nach Königstein, Elberadweg... und das alles bei ordentlichem Rückenwind. Trotz der verlängerten Strecke bin ich schon dreiviertel vier zu Hause. Die Höhenmeter sind heute kaum der Rede wert, etwa 500 werden es wohl sein.

So, schon vorbei, der Kurzurlaub. Kurzes und intensives Fahrraderlebnis, bei dem aber der Urlaub, das Erholen, auch nicht zu kurz kam. Das Wetter - der eigentliche Anlass für die Tour - war die ganze Zeit wunderbar. Die Tagesetappen waren in der Summe 314 km lang, dabei hatte ich einen Schnitt von genau 21 km/h.
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