Bergzeitfahren in Krupka 2007

Radfahrer, die letzen Meter den Berg hoch kurbelnd
Die letzen Meter
Etwa 500 Höhenmeter auf 5,5 km, von Krupka hinauf zum Komáří Vížka - das sind die Fakten. Quasi als Tourist mit Trekkingrad war ich letzes Jahr schon dabei. Mit neuem Material wollte das Vorjahresergebnis verbessert werden. Und wie letztes Jahr, lud das Wetter nicht so wirklich zum Rad fahren ein. Bei angesagten 16 Grad mit gelegentlichen Schauern und tatsächlich 12 Grad, Nebelschwaden und nachmittags Dauernieselregen waren es auch nur 3 Radsportfreunde die sich früh morgens um 7 von Kreischa aus auf den Weg ins Erzgebirge machten. Zwei von den dreien nahmen jedoch nur als Zuschauer teil, so dass nur ich an den Start ging.
Neun Uhr zwanzig war ich dort, meldete mich mit einem tschechisch-deutsch-englisch Mix an und durfte auf meine Bitten hin ausnahmsweise auch meinen Pass mitnehmen, anstatt ihn als Pfand für die Startnummer unten in Krupka zu lassen. Nach dem Rennen wieder runter nach Krupka fahren wollte ich wirklich nur im Falle eines Podestplatzes oder plötzlichen Sonnenscheins. Beides höchst unwahrscheinlich!
Die Zeit bis zum Start um 10:45 verging mit Nahrungsaufnahme, Warmfahren und Kleidung an 19 Grad anpassen wie im Fluge. Jaaa, 19 Grad - unten im Tal. Man konnte sogar erahnen, das da hinter den Wolken irgendwo eine Sonne versteckt war. Auch meine nach der Dubí-Abfahrt klatschnassen Schuhe wurden so halbwegs trocken. Nun, das Rennen lief ganz gut, aber die Pläne, die man sich vorher so überlegt (am "Feld" dranbleiben, hinter der und der Kehre mal ein Antritt, etc.), ziehen sich angesichts des anfangs bis zu 13% Prozent steilen Anstieges recht schnell zurück. Da wird ja auch nicht zimperlich gefahren! Irgendwann heißt es nur noch so gut wie möglich oben anzukommen. Dank meiner 3-fach Kurbel konnte ich auch das letze steile Stück noch "locker" mit der Nähmaschiene hochkurbeln. Ich finde diese Rennradfahrer, die ächzend im Wiegetritt die Berge hinaufkneten, sehen immer so angestrengt aus. Aber trotzdem (oder vielleicht deshalb?) sind doch viele schneller...
Meine Zeit? Es dürften so knapp 25 Minuten gewesen sein, also mehr als 5 besser als im Vorjahr. Oben wurde ich von den zwei zuschauenden Mitfahrern empfangen (Danke für das Foto und Brille einsammeln!). Es war recht kalt und neblig - aber dafür gab ja Schokolade im Restaurant. Die Heimfahrt gestaltete sich als enspanntes hinabrollen nach Dresden, allerdings bei Nieselregen, mit ständig feuchter werdender Kleidung. Und mir wurde auch nicht so wirklich warm dabei - woher auch?

Internetseite des Rennens Krupka - Komáří Vížka mit Fotos und Ergebnissen

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