Wieder mal zum Fichtelberg

Dresden - Klingenberg - Lichtenberg - Großwaltersdorf - Lengefeld - Marienberg - Steinbach - Jöhstadt - Kovářská - Fichtelberg - Měděnec - Kalek - Klíny - Moldava - Dippoldiswalde - Dresden (270 km, 3800 Hm)

Route auf bikemap.net

Endlich wieder mal zum Fichtelberg! Den Hinweg ist eine sehr direkte Route, nahezu bundesstraßenfrei und auch vom Höhenprofil her recht gut fahrbar. Die Route bin ich zuvor noch nie gefahren. Zuletzt war ich 2011 auf dem Fichtelberg, aber damals bin ich umwegig über das Böhmische Becken gefahren.

Die Route führt erst durch Freital und Tharandt, immer an der Wilden Weißeritz entlang bis nach Dorfhain, wo dann oben auf der Ebene die Morgensonne schon gut durchwärmt. Von Klingenberg rollt es dann angenehm nach Pretzschendorf, ab dort geht es dann im ständigen kurzen bergauf-bergab auf kleinen Straßen nach Lichtenberg ins Muldental. Dann schleicht es sich unauffällig hinauf nach Großhartmanndorf. Vor Großwaltersdorf bietet sich der erste Blick zur Augustusburg, noch bessere Aussicht gibt es dann von der kleinen Landstraße westlich von Lippersdorf, das Tagesziel nebst dem tschechischen Bruder sind hier das erste mal am Horizont auszumachen. Es folgt die Abfahrt in Serpentinen hinab ins Flöhatal, mit Blick auf Schloss Rauenstein. Das Schloss wird zum Beginn des längeren Anstiegs durch Lengefeld durchquert - mit einem kurzen Tunnel. Auf ca. 600 m Höhe geht es dann vorbei am historischen Kalkwerk und der Wehrkirche Lauterbach nach Marienberg.

Blick ins Flöhatal mit Schloss Rauenstein und Lengefeld

Marienberg mit St. Marien

Marienberg wird geradewegs über den Marktplatz durchquert und auf der alten B174 verlassen. Etwas unschön sind die ca. 1,5 km, die es dann auf der neu gebauten Bundestraße bergauf entlang geht, bis der Abzweig nach Steinbach erreicht ist (aber viel Verkehr war selbst mitten in der Woche nicht). Nun rollt es sehr entspannt durch kühlenden Wald etwa 200 m bergab ins Preßnitztal. Ab dort beginnt fast schon der Endanstieg. Immer parallel zur Preßnitztalbahn bis hinauf nach Jöhstadt, wo nach genau fünf Stunden die erste 100 auf dem Tacho steht. Jetzt fahre ich nach Süden über die tschechische Grenze nach Kovářská. Die Straße ist allerdings sehr schlecht - die Variante über Bärenstein bzw. Vejprty ist empfehlenswerter. An dem kleinen Lebensmittelladen in Kovářská tanke ich zum ersten mal nach und stärke mich für das Finale. Auf dem Stück nach České Hamry bietet sich dann ein schönes Bergpanorama auf die zwei Großen: Klínovec und Fichtelberg grüßen vorm blauen Himmel.

Klínovec und Fichtelberg

In Loučná überquere ich wieder die Grenze und fahre nun auf der B95 die große Serpentinenkurve hinauf zum Erzgebirgskamm und dann weiter zum Gipfel des 1214 m hohen Fichtelbergs. Nach ca. 125 km und 6:42 bin ich am Tagesziel angekommen. Gut erschöpft gönne ich mir nun eine Stunde Mittagspause. Es ist heute relativ ruhig hier - am Wochenende wäre bei dem Wetter (kurzärmlich sitze ich draußen) sicher gut was los.

Der Rückweg ist kurz erklärt: Rüber über die Grenze und vorbei am Klínovec immer die tschechische Erzgebirsmagistrale (Radweg 36 und 23) bis nach Moldava. Diese Route ist mir von vielen Touren bekannt (2011, 2007, 2007, 2006) und eine meiner Lieblingsstrecken, vor allem, wenn die von hinten scheinende Nachmittags- und Abendsonne alles in goldenes Licht taucht. Zwischen der Přísečnice/Preßnitz-Talsperre und Kalek sind die Straßen allerdings oft schlecht. So richtig genießen kann ich heute auch nicht, da ich schon recht k.o. bin, aber erstaunlicherweise komme ich auch die vielen Anstiege noch ganz gut hoch. In Moldava beginnt dann die Abfahrt ins Elbtal, via Schmiedeberg, Dippoldiswalde, Rabenau und Freital.

[ addr: 54.158.7.152 | cnt: 355346 | usr: 253ms | sys: 85ms ]