Vom Bodensee zum Faschinajoch

Lindau am Bodensee - Bregenz - Buch - Egg - Mellau - Au - Damüls - Faschinajoch - Thüringerberg - Nenzing (100 km, 1700 Hm)

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Die Klausbrücke in Mellau
Die Klausbrücke in Mellau
Blick zum Faschinajoch
Blick zum Faschinajoch während des Anstiegs
In der Hahnenköpflegalerie
In der Hahnenköpflegalerie
Am Faschinajoch
Am Faschinajoch
Blick unterhalb des Faschinajochs nach Süden
Blick unterhalb des Faschinajochs nach Süden,
die Rote Wand (2704m) im Hintergrund links
Nach dem verrückten Tag im Ötztal 2010 kann ich diesmal wieder von einer Alpentour berichten. Von Lindau am Bodensee, auf etwa 400 m gelegen, geht es durch die Alpen im östlichen Österreich (Vorarlberg) hinauf zum Faschinajoch auf 1486 m und hinab nach Nenzing, von da aus mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt.

Bis Bregenz rollt es sich entspannt am Ufer des Bodensees dahin. Am Hafen biege ich links ab und durchquere schnell die Stadt. In Kennelbach überquere ich die Bregenzer Ach und biege dann auf die kleine Landstraße L14 ab, auf der einige Radwege verlaufen. Hier sind auch gefühlt mehr Radfahrer als Autos unterwegs. Es geht nun erstmals ernsthaft bergan, zuerst wunderbar schattig im Wald, später durch Wiesen, Weiden und kleine Siedlungen, bis über 700 m. Aufgrund des geringen Verkehrs ist es eines der Genießerstücken der Tour. Ab Alberschwende geht es auf die recht viel befahrene Bregenzerwaldstraße und wieder einige Meter abwärts bis nach Egg ca. 530 m. Ich folge der Bregenzerwaldstraße weiter, es wird nun erst etwas hügelig, später geht es flach flussaufwärts entlang der Bregenzer Ach weiter. Es gibt im Tal auch einen Radweg, der oft abseits der Hauptstraße und etwas umwegig verläuft. Ab und zu nehme ich diese Angebot an, aber auf der Straße ist man halt doch schneller. Aber der Vorteil der zusätzlichen Kringel, die man auf dem Radweg fährt, sind die neuen Blicke, die sich ergeben, wenn man nicht nur Stur in eine Richtung fährt. Zum Beispiel auf dem Teilstück zwischen Mellau und Schnepfau. Nach Schnepfau allerdings ist der Radweg unbefestigt und war dann sogar aufgrund von Lawinengefahr gesperrt, so dass ich dort die Straße mit Tunnel bevorzugt habe.

So komme ich nach Au, der Ort am Beginn der Faschinastraße, auf 800 m gelegen. Von hier geht es nun also richtig los. Die erste Hälfte ist der Anstieg gut steil, kaum mal unter 10%. Zudem brennt die Sonne an den Südosthang. Dazu kommt die deutlich gestiegene Zahl an Motorrädern. Und seltsamerweise kaum Radfahrer mehr. Nur wenige runter, keiner hoch. Es ist also gut anstrengend, auch für den Kopf. Ich habe hier ganz schön zu kämpfen. Als es dann vor Damüls flacher wird, kommt der Pass und die davor gelegene Galerie in Sicht. Damit geht es gleich besser voran. Nach einer kurzen Abfahrt geht es gleich rein in die Hahnenköpflegalerie, die mit einem kurzen Tunnel beginnt. In der Galerie kann man beidseitig auf dem Gehweg fahren, ich wähle die linke Straßenseite mit dem besseren Ausblick. Kaum aus der Galerie raus, ist die Passhöhe schon gleich erreicht. Hier oben hat so früh in der Saison nur ein Restaurant offen, aber das reicht ja aus. Zwischen Motorradfahrern sitze ich draußen auf einem Schattenplatz und genieße meine Spaghetti.

Die Abfahrt ist dann deutlich Kurvenreicher und bietet viele schöne Bergblicke zu hohen 2000ern. Im späteren Verlauf muss man sich zwischen zwei Varianten entscheiden, beide mit über 200 Hm Gegenanstieg. Ich nehme die nördliche über Sankt Gerold und Thüringerberg und fahre schnell weiter nach Nenzing, wo mich gleich der Zug zurück nach Lindau bringt.
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