Radtour zum Czorneboh im Oberlausitzer Bergland

Dresden - Pirna - Stolpen - Neustadt - Lipová - Sohland - Löbau - Löbauer Berg - Czorneboh - Wilthen - Bischofswerda - Großröhrsdorf - Dresden (200 km, 2118 Hm)

Route auf bikemap.net

Das Oberlausitzer Bergland war für mich als Radfahrer noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Diese Radtour war die erste Erkundungsmission. Laut Karte gibt es hier recht viele Aussichtsberge und die eine oder andere Höhenlinie dazwischen.

Von Dresden aus fahre ich zuerst durch bekanntes Terrain nach Pirna und dann (etwas inspiriert durch die Heidenauer RTF) über Lohmen und Stolpen nach Neustadt. Dann über Langburkersdorf in die Tschechische Republik rüber, wo sich leider schlagartig der prima asphaltierte Radweg in eine ganz üble unbefestige Straße verwandelt. Ab Lobendava wird es aber wieder gut. Von da aus geht es rüber nach Lipová. Nach 60 km und 2,5 Stunden gibt es in Lipová an dem kleinen Lebensmittelladen die erste Pause. Hier kann man eben auch Sonntags noch einkaufen.

In Lipová biege ich links ab zum Grenzübergang nach Sohland an der Spree. Hier ist der Belag top. Nun geht es erst einmal weit runter ins Spreetal. Nach einiger Suche finde ich den Spreeradweg, dem ich nun bis Neusalza-Spremberg folge. Typisch für deutsche Radwege verläuft er nur auf separaten Radwegen oder kleinen Straßen, so dass man gar nicht so recht mitbekommt, wo man eigentlich ist. Der Radweg ist aber gut ausgeschildert. In Neusalza-Spremberg biege ich links ab und rolle hinauf nach Schönbach und weiter nach Lawalde. Hier zeigt sich der Löbauer Berg am Horizont und ich entscheide spontan, den kleinen Umweg dort hinauf zu fahren. Die Altstadt von Löbau ist auch recht nett. Der Anstieg zum Löbauer Berg ist gut befestigt und die letzte Rampe mit bis zu 22% auch ganz schön heftig. Aussicht scheint es aber nur von dem bekannten gusseisernen Turm zu geben. Aus Zeitgründen und wegen der eher trüben Sicht war ich nicht oben.

Blick zum Löbauer Berg.

Der gusseiserne Turm.

Das eigentliche Tagesziel ist der Czorneboh, dem ich mich nun von Osten her nähere. Also erstmal wieder runter nach Löbau, dann über Groß- und Kleindehsa bis zum Abzweig hinter Halbau. Dieser ist nicht zu verfehlen - die Straße zum Czorneboh ist hier offiziell ausgeschildert. Der Anstieg fährt sich gut und ist nur mäßig Steil; alles ist asphaltiert. Oben genieße ich beim Mittagessen die Frühlingssonne auf der Terrasse. Die Aussicht vom Turm ist nach Osten hin leider von Bäumen verdeckt, aber heute wäre sowieso keine Fernsicht Richtung Zittauer Gebirge oder Ještěd drin. Aber die Sicht reicht aus, um zu bestätigen, was die Landkarten über das Oberlausitzer Bergland sagen: es gibt jede Menge (nicht so sehr große) Berge. Nach Norden wird es aber flach und Bautzen ist zu sehen.

Blick vom Fuße des Löbauer Bergs Richtung Czorneboh.

Turm auf dem Czorneboh.

Nach der ausgiebigen Pause begebe ich mich auf den Rückweg. Meine Route folgt grob der nördlichen Bergkette des Oberlausitzer Berglands. Kleinere Anstiege gibt es nach Wilthen, in Naundorf und nach Rammenau.

Insgesamt war das eine schöne Frühlingsrunde (während im Erzgebirge noch alles grau ist) in ganz neuem Terrain. Ich komme sicher wieder!

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