Böhmische-Schweiz-Radtour

Umgebindehaus und Dorflinde in Schöna
Umgebindehaus und Dorflinde in Schöna
Mit dem Rad im Elbsandstein
Mit dem Rad im Elbsandstein
Der letzte Anstieg
Der letzte Anstieg
Beim Blick auf meine Karte der Böhmischen Schweiz ("Národní park Ceské Svýcarsko", 1:25000, Geodézie On Line) fielen mir die Radwege auf und dass es doch möglich sein müsste eine Runde durch die Böhmisch-Sächsische Schweiz zu fahren. Mit Joe wollte ich diese Tour fahren. Das Wetter war zwar nicht so toll, aber wenigstens regnete es nicht. Wir starten in Dresden und fahren auf dem Elberadeweg bis Pirna. Dort gehts rechts ab ins Bahratal. In Bahra verlassen wir das Tal und fahren ins Bielatal nach Rosenthal. Links ab geht es die Winterleitenstraße steil hoch. Nun sind wir im Südöstlichsten Zipfel der Sächsischen Schweiz. Der Matheusweg nimmt uns all die schönen Höhenmeter gleich wieder ab (übrigens offizieller Radweg).
Tschechische Radwege sind bestens ausgeschildert!
Wir folgen dem Fuchsbachtal bis zu nächsten Kreuzung. Dort biegen wir links ab und folgen dem Taubenbach zum Taubenteich. Der Weg führt uns (schön bergig natürlich) ins Krippenbachtal. Dort rechts ab den Gliedenbachweg am Großen Zschirnstein vorbei. Auf dem Marktweg lichtet sich der Wald und wir können den Blick zu den Schrammsteinen und dem Zirkelstein genießen. Nun rasen wir durch Schöna ins Elbtal. Die Fähre in Schmilka bringt uns über die Elbe (mit der Fähre in Hrensko ist es kürzer aber es kostet auch dem Semesterticketinhaber Geld). Wir überqueren die frisch gebackene EU-Binnengrenze und kommen durch Hrensko. Dort biegen wir rechts ab in Richtung Jetrichovice. Es geht leicht hoch vorbei an all den Leuten die zum Prebischtor wollen. Etwas hinter Mezní Louka halten wir uns links und schleppen uns den Radweg 3030 steil hinauf. Oben angekommen lockt eine Bank zur Pause. (Wer will kann noch den halben Kilometer zum kleinen Prebischtor fahren - für einen netten Blick nach Süden und Westen lohnt es sich auf jeden Fall!) Wir folgen dem Radweg weiter und kommen fast bis zum Kirnitzschtal. (Wer erst hier Pause machen will, sollte auf jeden Fall den einen Kilometer bis zum Kirnitzschtal fahren. Hier gibt es eine sonnige Wiese mit Felspanorama.) Aber eigentlich wollen wir nach Na Tokáni (da gibts übrigens ein Gasthaus). Bei diesen gut ausgeschilderten Radwegen ist verfahren eigentlich unmöglich. Der Radweg 3029 bringt uns nach Doubice. Nun gibt es zwei Varianten: Entweder nach Kyjov und durchs Kirnitzschtal (Krinice) oder links ab den Radweg 3031 durch bergiges Gelände. Wir entscheiden uns für letzteres. Allerdings würde ich die erste Variante empfehlen, da man sich einige Schotterpisten erspart und auch noch am Kyjovksý Hrádek vorbei kommt. (Diese Variante habe ich 3 Wochen später ausprobiert.) Auf jeden Fall kommen wir zum Wanderer-Grenzübergang nach Deutschland. Von hier aus wollen wir zum Wettinplatz. Mangels Radwegen fahren wir über Neudorf und nehmen so noch einen Berg mit. Nach dem Wettinplatz kann man aber wieder entspannt einen Radweg ins Kirnitzschtal runterfahren. Nun könnte man ja einfach so nach Bad Schandau rollen, aber wir wollen noch zum Zeughaus. An der Thorwalder Brücke verlassen wie die Kirnitzsch und mühen uns noch einmal hinauf. Dafür gibt es am Zeughaus allerlei Leckereien. Wir essen Salat (sehr empfehlenswert!) und Kuchen. Gestärkt folgen wir dem Radweg so lange wie möglich durch die Berge und kommen am Beuthenfall wieder ins Kirnitzschtal. Der Rest ist klar: Runter nach Bad Schandau und den Zug nach Dresden schaffen! (Wer Zeit hat kann natürlich gerne mit dem Rad nach Dresden fahren, aber langsam wird der Elberadweg langweilig *gähn*).
Nun, da hätten wir also etwa mindestens 125km und jede Menge Berge gehabt. Nur was für fittere Radfahrer, aber auf jeden Fall lohnenswert!!
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